#35.14 Mitgemacht. Die deutsche Wirtschaftselite und das NS-Regime
Shownotes
Hjalmar Schacht war Hitlers Banker. Als Reichsbankpräsident und Wirtschaftsminister erfand er die Mittel, mit denen das Dritte Reich seine Aufrüstung finanzierte. Aber Schacht war nur die bekannteste Figur in einem viel größeren Spiel. Hinter ihm stand eine ganze Riege von Industriellen und Unternehmern, die vom Regime profitierten – und ohne die das Regime nicht funktioniert hätte.
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Erwähnte Folgen:
- 33.10 (Februar 1933, Treffen von Hitler, Göring und Schacht mit führenden deutschen Industriellen, “Und nun, meine Herren, an die Kasse!”)
- 33.25 (Finanzierung des Regierungsprogramms 1933, Schacht öffnet die Tresore der Reichsbank, „Jeden Betrag, mein Führer.”)
- 34.4 (Einrichtung der Reichswirtschaftskammer und Unterorganisationen ab Februar 1934)
Ausgewählte Literatur:
Christopher Kopper: Hjalmar Schacht. Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier, München 2006.
Adam Tooze: Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus, München 2007.
Paul Windolf / Christian Marx: Die braune Wirtschaftselite. Unternehmer und Manager in der NSDAP, Frankfurt/Main/New York 2022.
Intro-Musik arrangiert und vertont von Max, Auszüge aus Reden von Hermann Goering – Verkündung der Nürnberger Gesetze und Adolf Hitler – Reichstagsrede – Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, via www.archive.org
Episodenbild: Bundesarchiv, B 145 Bild-P046283 / Weinrother, Carl / CC-BY-SA 3.0 (Berlin 1932: NS-Betriebszellen-Versammlung im Sportpalast)
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00:00:01: Mit dem Reichsverteidigungsgesetz hatte das NS-Regime die Weichen gestellt.
00:00:05: Deutschland wurde insgeheim auf Kriegswirtschaft ausgerichtet, Schlüsselfigur in diesem Spiel war Hitlers Banker Jalmer Schacht.
00:00:14: aber er war nicht allein hinter ihm.
00:00:16: neben ihm und manchmal auch gegen ihn stand eine große Riege von industriellen Banquets und Unternehmern die die deutsche Wirtschaft dominierten.
00:00:24: Menschen die das Regime für seine politischen Ziele brauchten sehr gut gebrauchen konnten.
00:01:05: Hi und Willkommen zu Deutschlanddreien dreißig fünfundvierzig.
00:01:09: Folge Fünfund Dreißig Vierzehn mitgemacht, die deutsche Wirtschaftselite und das NS-Regime.
00:01:16: Im Frühsommer neunzehntundhundertfünfund dreißzig befand sich Deutschland mit voller Fahrt auf dem Weg in die Kriegswirtschaft – und das zu Friedenszeiten!
00:01:24: Hauptprofiteur dieser Entwicklung war Hitlers Banker Jalmar Schacht.
00:01:28: Dank des Strenggeheimen Reisverteidigungsgesetzes war Schacht nun nicht nur Präsident der Reichsbank sondern auch noch generalbevollmächtigter für die Kriegswirtschaft.
00:01:40: Diese Machtfülle kamen für den Finanzmagier vermutlich nicht überraschend, er hatte dafür einiges getan – direkter Draht zum Führer, Check!
00:01:50: Durchsetzungsfähigkeit gegenüber der NSDRP bewiesen, check!
00:01:54: Loyalität und Kompetenz der Mitarbeiter sichergestellt, Außenhandelsbilanz- und Rohstoffbewirtschaftung unter Kontrolle, check, check & check.
00:02:04: Springen wir zwanzig Jahre in die Zukunft, in die frühen Fünfzigerjahre.
00:02:09: Die Kriegsverbrecherprozesse in Nürnberg sind für Dr.
00:02:12: Schacht, Reichsbankpräsident und Minister AD extrem erfreulich gelaufen – Freispruch!
00:02:18: Glück gehabt!
00:02:19: Nur dass Schacht das Nürberger Urteil nicht als Glücksfall verstand sondern als Bestätigung seines Selbstbildes.
00:02:27: Hitlers Ex-Bänker war nämlich auch in der Nachkriegszeit weiterhin bolle Stolz auf das von ihm erreichte.
00:02:34: Wer hatte die Volkswirtschaft praktisch immer Leingang aus der Depression geholt?
00:02:38: Wer hatte Millionen Familien aus dem Elend gerettet?
00:02:41: Na klar, er.
00:02:43: Dr.
00:02:43: Jammerschacht – Gutmensch und Wirtschaftsgenie.
00:02:47: Andere hatten ein erheblich negativeres Bild von Schacht zum Beispiel Konrad Adenauer, der sein Angebot ignorierte Bundesfinanzminister zu werden.
00:02:57: Das alles fand Hitlers Ex-Banker ziemlich unfair.
00:03:01: Insbesondere störte ihn, dass ihn immer noch versucht wurde Hitlers Angriffs- und Vernichtungskrieg in die Schuhe zu schieben.
00:03:07: Obwohl das Kriegsverbrecher tribunal diesen Punkt doch vom Tisch gewischt hatte – jedenfalls nach seiner Lesart!
00:03:15: Schacht Memoanen, die in der Bundesrepublik erchienen enthalten zahlreiche Klagen wie die folgende.
00:03:23: Zu den unausrottbaren Unsinnigkeiten, die heute von den Leuten verbreitet werden, die das Herkommen Hitlers nicht haben verhindern können gehört auch die, dass ich dem von Hitler willkürlich heraufbeschworenen Krieg und die Aufrüstung dazu finanziert hätte.
00:03:38: Das sei so schacht schon deshalb Unsinn weil die Aufrüstung ökonomisch sinnvoll gewesen
00:03:43: sei.".
00:03:47: Bei der Arbeitsbeschaffung spielte die Aufristung eine nicht unbeträchtliche Rolle.
00:03:51: Es ist zwar völlig falsch zu behaupten das die Arbeitsbescherfung nur in der Aufrüsten bestanden habe.
00:03:56: Was aber der Aufrüstung sehr bald den Vorgang verschaffte, war nicht allein ihr politischer Zweck sondern die Tatsache dass die Aufträge für die Aufrüsten an die große Zahl bestehender Fabriken erteilt werden konnten, die über das ganze Land verbreitet waren und sich deshalb an allen Stellen des Reiches gleichmäßig auswirkten.
00:04:18: Aber damit nicht genug – Schacht behauptete in seinen Memoen auch von den Kriegsplänen der Nazis nichts gewusst zu haben!
00:04:26: Tatsächlich war er meines Wissens nicht bei den Meetings gewesen, die Hitler mit Blomberg und der Reichswehrführung bis nineteenhundertfünfunddreißig hatte.
00:04:35: Aber seine Schutzbehauptung geht weit über sowas hinaus – hört selbst!
00:04:40: Die Aufrüstung soweit ich sie habe finanzieren helfen entsprach in vollem Umfang dem politischen Willen sämtlicher Parteien des Reichstages.
00:04:50: Nachdem Hitler zur Macht gelangt war hat er wiederholt, die Beschränkung der Rüstungen aller Staaten verlangte und sie auch für Deutschland zugesagt, wenn die anderen abrüsten würden.
00:05:01: Vom ersten Augenblick an habe ich nie eine andere Aufrüstung im Auge gehabt als eine solche, die zur Verteidigung einer Neutralität Deutschlands oder zur Varteidigung in Falle eines Angriffs dienen
00:05:11: würde.".
00:05:14: Tja das schrieb derselbe Mann der als frisch gebackene Reichsbankpräsident von Hitler gefragt worden war welche finanziellen Mittel er denn freimachen könne?
00:05:22: Das war Gegenstand der Folge thirty-fünfundzwanzig Und diese Frage bezog sich ausdrücklich auch auf die Aufrüstung.
00:05:29: Damals antwortete Schacht ohne zu zögern, jeden Betrag, mein
00:05:33: Führer.".
00:05:34: Bestimmt erinnert ihr euch noch anders?
00:05:36: Zusammenkommen im Palais des Reichstagspräsidenten einige Monate zuvor – im Februar in den letzten Jahren.
00:05:44: Diese Szena habe ich in Folge thirty-zehn geschildert.
00:05:47: Hitler, Göring und Schacht trafen damals eine handverlesende Zahl der führenden Industriekapitäne des Landes.
00:05:53: Die Nazis wollten die Unternehmer beruhigen!
00:05:56: Sie brauchten keine Angst vor antikapitalistischen Experimenten zu haben, und Schacht stellte dafür sein Adressbuch und seine Reputation zur Verfügung.
00:06:05: Er persönlich beendete die Sitzung mit dem freundlichen Hinweis – nun meine Herren!
00:06:09: an die Kasse.
00:06:11: Wenig später war die Wahlkampfkasse der NSDRP mit drei Millionen Reismarck gefüllt und Dr.
00:06:16: Jalmer Schacht ihr Kassenwart.
00:06:20: Schacht war in den letzten Jahren im Jahr neunzehntet, fast so etwas wie der Dirigent Aber er stand doch auch stellvertretend für die Teile dieses Orchesters oder besser gesagt, weite Kreise dieser Wirtschaftselite.
00:06:35: Dort gab es wenig Weltanschrankstäter dafür jedoch viele in Anführungszeichen Pragmatiker, die sich wie Schacht mit Parteistellen und Gauleitern herumschlagen mussten – das betraf gerade jene, die mit am Tisch gesessen hatten.
00:06:48: als Schacht zu Kassebad.
00:06:51: Von einem einheitlichen Block der Wirtschaft sollten wir allerdings besser nicht
00:06:55: sprechen.".
00:06:56: Damit würden wir die Situation im Dritten Reich wie übrigens auch schon in Weimar viel zu stark vereinfachen.
00:07:02: Schon als Gustav Stresemann in den zwanziger Jahren gegenüber den Siegermächten des Weltkrieges eine kooperative Linie fuhr, konnte er dabei auf die Unterstützung der obersten Lobbyorganisation der deutschen Wirtschaft rechnen.
00:07:15: Der RDI, der Reichsverband der deutschen Industrie stand trotz teilweise heftiger interner Differenzen hinter Streseman's Erfüllungspolitik.
00:07:25: Die folgte einer einfachen, aber effektiven Logik.
00:07:28: Die Exportstärke deuter Spitzenunternehmen wie Siemens, AEG, IG Farben, Krupp oder den Vereinigten Stahlwerken sollte die Beziehungen zu den Siegermächtern verbessern und sie quasi durch gemeinsames Wirtschaftswachstum milde Stimmen im Hinblick auf die kriegsbedingten Reparationsforderungen.
00:07:46: Gerade in der Schwerindustrie erfuhr diese Haltung aber scharfe Kritik – denn hier saßen viele deutsche Nationale in den Chefetagen!
00:07:55: Industrielle wie Albert Vögler von den Vereinigten Stahlwerken, Kurz-Westag oder der Hamburger Schiffbauer Hermann Blohm oder der Berliner Maschinenbaumagnat Ernst von Borsig topedierten zu unterschiedlichen Gelegenheiten die Erfüllungspolitik Stresemanns.
00:08:11: Am Ende blieben das aber RDI interne Querelen.
00:08:15: Sowohl nelzehnhundertvierundzwanzig wie neunzehundertdreißig sorgte der Reichsverband am Ende dafür, dass genügend Deutsche Nationale im Reichstag für die Reparationsabkommen mit den Siegermächten stimmten.
00:08:28: Trotzdem taten das viele industrielle Ehe mit der Faust in der Tasche.
00:08:34: Brünings Deflationspolitik, die ja nun eine ganz andere Richtung ging, begrüßten sie dagegen geradezu stürmisch – sie bot nämlich die einmalige Gelegenheit einer großen Flurbereinigung!
00:08:46: Doch wie ihr wisst, führte sie in die Katastrophe.
00:08:50: Die drei größten deutschen Banken – Deutsche Dresdner und Kommerzbank – mussten vom Staat gerettet werden.
00:08:56: Das kommt einem irgendwie bekannt vor!
00:08:58: In den übrigen Branchen sah es kaum besser aus.
00:09:01: Es kam zu spektakulären Pleiten etwa bei dem Maschinenbauern Borsig & Hanomag.
00:09:06: Selbst der Elektrotechnikgigant AEG schwächelte.
00:09:10: Der schwer industrielle Friedrich Flick Rettete sein Konzern nur, indem er die Regierung Brüning überzeugte seinen Anteil am Kohlebetrieb der West-Tag zu einem völlig überzogenen Preis zu kaufen.
00:09:21: Als Hitler und die Nazis an die Macht kamen waren die meisten deutschen Großunternehmen also am Rande des Abgrunds.
00:09:28: Auch wenn sie sich selbst und der Welt das Wohnlicht offen eingestanden hätten agierten Sie im Februar neunundhundertdreißig aus einer Position der Schwäche heraus!
00:09:37: Und das wussten Hitler und seinem Banker Jan Marschacht.
00:09:41: Schacht war damals, wie erwähnt, sehr gut mit allen einflussreichen Wirtschaftsköpfen bekannt.
00:09:45: Aber um genau zu sein, war er in diesen Kreisen nicht mehr wirklich beliebt.
00:09:51: Seine wirtschaftspolitischen Vorstellungen – die er dann ab... ... und der RDI hatte sie verteufelt.
00:10:01: Nach mehr als drei Jahren Wirtschaftskrise und drei gescheiterten Regierungen von Hindenburgs Gnaden später waren viele Unternehmer doch bereit, jede Kröte zu schlucken, die der neue Kanzler Hitler ihn servierte.
00:10:15: Viele aber nicht jeder!
00:10:16: Karl Friedrich von Siemens zum Beispiel hatte die Einladung zum Februar treffend neunzehntundhundertdreien dreißig kommentalos abgelehnt.
00:10:24: Das war kein Schwur auf die Republik und auch keinen mutiger Alleingang gegen Hitler.
00:10:29: In der deutschen Unternehmerschaft standen vor der Macht übernahme drei politische Gruppierungen nebeneinander, die sich zwar alle irgendwie rechts von der Republik eingerichtet hatten aber nicht automatisch bei Hitler Schlange standen.
00:10:44: Das tat v.a.
00:10:45: ein harter rechtsradikaler Kern – diese Leute unterstützen offen die NSDAP und zwar nicht erst seit nineteenhundertdreißig.
00:10:55: Für Radiktatur?
00:10:56: Kann man machen!
00:10:58: Sich selbst sahen sie übrigens nicht unbedingt als Nazis, sondern vor allem als besorgte Konservative.
00:11:05: Das heißt freilich nicht dass es keine demokratisch tickenden Konservativen gab – wir schauen uns hier aber nur die offenen Republikfeinde unter denjenigen an, die sich so bezeichnet haben.
00:11:16: Neben den NSDAP-Sympathisanten gab es nämlich noch zwei weitere Fraktionen.
00:11:22: Die eine Gruppe hatte ihren eigenen ganz speziellen autoritären Traum Eine Rückkehr oder eher eine vermeintliche Rückkehr in die gute alte Zeit vor der französischen Revolution.
00:11:34: Diese Leute wollten einen Ständestat, wie er dann den Österreich unter Bundeskanzler Schrägstrich-Diktator Engelbert Dolphus versucht wurde.
00:11:43: Politik sollte nicht mehr über Parteien und Wahlen organisiert werden sondern über Stände also kooperative Gruppen Unternehmer, Bauern Handwerker Beamte usw.. Konflikte würden dann, so die Idee nicht mehr eskalieren.
00:11:57: Sie würden ruhig und gesüttet verwaltet werden – natürlich von der politischen und wirtschaftlichen Elite.
00:12:03: Kleine Klammerbemerkung!
00:12:05: Als erfahrener frühen Neuzeit-Historiker darf ich sagen das ist alles völliger Humbug.
00:12:09: Vor siebzehnundneinundachtzig gab es jede Menge gesellschaftliche Großkonflikte, die blutigst eskalierten.
00:12:16: heißt ja nicht umsonst Bauernkrieg, Dreißigjähriger Krieg, Achtzigjährige Krieg plus diverse Erbfolgekriege Just saying.
00:12:26: Aber für diese autokratisch getrimmten Unternehmertypen war das in der Republik, von der PR-Seite betrachtet ein äußerst praktisches Konzept.
00:12:35: Man konnte die Sozialdemokratie schwächen ohne sich offen als antidemokrat zu outen – man musste nur behaupten, man wolle Versöhnung der Klassen und man meinte eigentlich also in Wahrheit Ruhe im Betrieb.
00:12:49: Damit kommen wir zur anderen Gruppe der Republikfeinde neben den Naziverbündeten.
00:12:56: Das waren vor allem intellektuell angehauchte Unternehmer und Angehörige der bürgerlichen Elite, für die das parlamentarische Experiment in Deutschland nichts weiter ermöglicht hatte als eine Herrschaft der Minderwertigen.
00:13:10: In diesem Gedankengebäude war Weimar nicht nur illegitim sondern auch noch maximal ineffizient – erst wenn die besten also sie wieder an die Macht kämen würde alles ins Lot kommen!
00:13:23: Die Formulierung Herrschaft der Minderwärtigen stammte übrigens von Edgar Jung, dem wir aus der Staffel hier kennen.
00:13:32: Wegen seiner aristokratischen Ideen wurde er sehr gern von Unternehmerverbänden zur Veranstaltung eingeladen.
00:13:39: Das Hitler-Experiment fand Jung zunächst durchaus interessant – doch recht bald erkannte er, dass man sich mit den Nazis den Teufel ins Haus geholt hatte!
00:13:49: Deshalb manipulierte er ja seinen Chef Franz von Papen zu dieser Brandrede in Marburg.
00:13:56: Dafür zahlte Jung mit seinem Leben – die SS ermordete ihn, als sie im Sommer ¾ auf Hitlers Befehl die SA ausschaltete.
00:14:06: Edgar Jung hatte früh begriffen, auf welchem Weg das Dritte Reich war.
00:14:10: Viele seiner Unternehmersponsoren hatten das nicht.
00:14:14: Manchen war es auch wahrscheinlich egal und manche freuten sich darüber.
00:14:18: Jedenfalls erklärt sich daraus, warum der Februar neunzehntelhundertdreisig kein Moment war in dem die Wirtschaft geschlossen zu den Nazis rannte.
00:14:26: Die Mehrheit der Unternehmer war gegenüber der NSDAP skeptisch bis ablehnend.
00:14:32: Nicht wenige hielten die brauen Hemden für politische Brandstifter, die irgendwann auch ihre Häuser anzünden würden.
00:14:38: Sie haben die Massenwähler der NSDRP nicht im Alleingang mobilisiert – auch wenn natürlich die regelmäßigen Geldspritzen von Industriellen wie Fritz Tüssen sehr hilfreich waren!
00:14:48: Man musste Hitler und die Nazis jedoch nicht lieben, um der Republik die Luft abzudrücken.
00:14:53: Es reichte ständig zu signalisieren – dieses System ist provisorisch, diese Regeln gelten nur so lange es uns passt, diese Demokratie ist lästig weil sie Verhandlungen
00:15:03: erzwingt.".
00:15:06: Diese Situation erklärt auch warum die NS-Führungsebene schon gleich nach dem dreißigsten Januar, Eifrich daran ging, die Wirtschaftselite mit salbungsvollen Worten zu bedenken.
00:15:19: Das bedeutet aber nicht, dass es nicht auch Gewalt gab.
00:15:22: Im April neunzehundertdreisig wurde die RDI-Zentrale von Braunhemden unter der Führung von Otto Wagener besetzt – sie forderten die sofortige Entfernung jüdischer Funktionsträger aus der RDI Leitung.
00:15:35: Der Vorsitzende Gustav Krupp vom Bohlen und Halbach beugte sich und leitete damit die Gleichschaltung seines Interessenverbandes ein.
00:15:43: Es kam dann aber eben nicht zu einer Art von braunem Dauersturm auf die Vorstandsetagen.
00:15:50: Es war eher eine Politik der glaubwürdigen Drohung, die Nazis setzten auf Exempel damit der Rest die Botschaft verstand.
00:15:57: Wir können und wir würden wenn wir wollen – also überlegt euch gut wie lange ihr kommentarlos ablehnt Wie Herr Siemens.
00:16:06: Das ist eine der zentralen Umstellungen nach.
00:16:11: In Weimar konnte man politische Forderungen ignorieren, solange man wirtschaftlich wichtig genug war.
00:16:16: Nach nineteenhundertdreisig konnte man vieles immer noch aber – man musste dabei ständig einkalkulieren – dass sich die Spielregeln mit einem Anruf, einem lokalen Parteifunktionär oder einer Kampagne in der Presse ändern konnten.
00:16:30: Das war die Peitsche!
00:16:34: In den ersten beiden Jahren nach der Machtübernahme wurde die Selbstverwaltung der deutschen Wirtschaft schrittweise gleichgeschaltet.
00:16:41: Ihr kennt das schon, ich habe das in Folge thirty-four ausführlich erzählt.
00:16:45: deshalb hier nur der Kern.
00:16:46: Innerhalb der NSDAP gab es am Anfang keine saubere wirtschaftspolitische Linie.
00:16:52: Es gab Leute die wirklich Revolution wollten Parteikontrolle über Betriebe Verstaatlichung der Banken und es gab jene die man als realos bezeichnen kann.
00:17:03: Sie wussten dass eine Wirtschaft die man permanent in ideologischen Experimenten schüttelt irgendwann nichts mehr produziert.
00:17:11: kann man auch nicht aufrüsten.
00:17:14: Hitler hatte der Aufrüstung aber oberste Priorität gegeben, und damit war der Spielraum für völkischen Antikapitalismus begrenzt – die wilden Experimente, die wir in nineteenhundertdreisig Stellenweise beobachten konnten wurden nach-undnach eingestellt.
00:17:30: Der erste große Rahmenwechsel kam im Januar nineteenhundertvierunddreißig mit dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit das Führerprinzip in die Betriebe pflanzte.
00:17:41: Gehalten war das im warmen Ton der Volksgemeinschaft, rein praktisch bedeutete es aber.
00:17:47: Betriebsräte verschwanden, Tarifverhandlungen verschwandten, Blöne wurden von oben festgelegt.
00:17:53: Das war Zuckerboot für die Wirtschaftselite eines von vielen.
00:17:59: Unter den neuen Rahmenbedingungen des Wirtschaftens blühten viele Firmschefs regelrecht auf Nicht weil sie morgens aufwachten und plötzlich Hakenkreuze malten, sondern weil das was die Nazis –was Jalma Schacht –aufgebaut hatten an ihre Überzeugungen appellierte.
00:18:16: Wirtschaftliche Hegemonie Deutschlands in Europa, das hatte man in den Chefetagen schon vierzehn-achzehn für erstrebenswert gehalten.
00:18:23: Antiparlamentarismus?
00:18:25: Gerade in der Kohle und Stahlindustrie war das keine seltene Orchidee, sondern Wildwuchs!
00:18:31: Und selbst wer die Republik nicht offen bekämpfte, sehnte sich eben nach einer politischen Ordnung, die durchregierte – erinnert euch an die letzte Folge.
00:18:39: Am besten natürlich durchregiert von einer Bürokratie, die für aufgeklärt hielt und nicht ständig von Wahlen gestört wurde.
00:18:48: Die nationalsozialistische Führer-Diktatur war für viele nicht die erste Wahl.
00:18:53: Aber sie war eine Alternative, die Potenzial zu haben schien.
00:18:56: Versüßt wurde das durch zwei versprechen Antikommunismus und Volksgemeinschaft.
00:19:02: Das erste war ein Feindbild, das man teilte.
00:19:04: Das zweite war eine Erzählung die hervorragend zu dem paternalistischen Selbstbildpaste, dass viele Unternehmer pflegten.
00:19:12: Fabriken und Konzerne – das waren keine modernen Organisationen in denen unterschiedliche Interessen ausgehandelt werden mussten – der Betrieb war das Haus und der Unternehmer der Hausvater.
00:19:25: Die Belegschaft war Familie oder ... vielleicht doch eher das Gesinde.
00:19:30: Man gibt Lohn und Brot, also schuldet der andere Loyalität und Gehorsam.
00:19:36: Diese Haltung war im Kaiserreich gewachsen in der Republik dann unter Druck geraten – Stichwort Tarifautonomie und betriebliche Mitbestimmung.
00:19:45: Dieser Realitätscheck führte keinen Gesinnungswandel herbei sondern eine Radikalisierung.
00:19:52: Und wer so denkt für den es das Führerprinzip nicht fremd ist, ist vielleicht nur
00:19:56: größerskaliert.".
00:19:58: Natürlich gab es für die Eliten der deutschen Wirtschaft einige Dinge, die schwerer zu verdauen waren.
00:20:04: Die Außenhandelspolitik zum Beispiel.
00:20:07: Gerade leistungsfähige exportorientierte Branchen hatten vom Freihandel der Zwischenkriegszeit profitiert und Freihandel bedeutete ja nicht dass man sich dem Weltmarkt hilflos ausliefern musste.
00:20:19: Man konnte sich wie AEG und Siemens zB ebenso gut mit der ausländischen Konkurrenz absprechen und Märkte untereinander aufteilen.
00:20:29: Das strikte Devison-Management, das Jalma Schacht eingeführt hatte um den Rohstoffhunger der Rüstungsindustrie zu stillen war also nicht nach jedermann Geschmack.
00:20:39: Aber wenn das Zuckerbrot gut schmeckt wird die Peitsche erträglicher – das galt selbst dann als im Februar, dass Gesetz zur Vorbereitung des organischen Aufbaus der deutschen Wirtschaft alle Wirtschaftsverbände der Gleichschaltung unterwarf.
00:20:56: Dieses Gesetz machte aus autonomen Selbstverwaltungskörpern nachgeordnete Organe des Reichswirtschaftsministeriums.
00:21:05: Der Minister konnte Wirtschaftsverbände anerkennen oder auflösen, ihre Satzungen ändern, ihre Führereinsätzen oder abberufen und einzelne Unternehmen bestimmten Organisationen zuweisen – vielleicht erinnert ihr euch ja noch an die Organisation?
00:21:19: An der Spitze stand.
00:21:23: Darunter gab es Reichsgruppen, also Industrie-, Bankenwesenversicherungen.
00:21:27: Das waren die Großbranchen.
00:21:29: Jede Reichsgruppe war ein Wirtschaftsgruppe unterteilt – Bergbaustahl-Maschinenbau?
00:21:33: Ihr versteht schon!
00:21:35: Und jede Wirtschaftsgruppe hatte dann nochmal bestimmte Fachgruppen.
00:21:38: Also zum Beispiel Bergbau war unterteil in Steinkohlebergbau, Braunkohlebergbau und so weiter... Also ich wiederhole das jetzt nicht noch einmal.
00:21:46: Ihr müsst euch die einzelnen Griffe auch nicht merken Einfach merken, alles hübsch nach dem Führerprinzip hierarchisch wie in der Pyramide aufgebaut.
00:21:54: Nach oben Hut in der Hand, nach unten Befehlen.
00:21:58: Jalmar Schacht und seinen Vorgänger im RWM also Reichswirtschaftsministerium hatten mit der Reichswissenschaftskammer ein mächtiges Überwachungs- und Steuerungsinstrument geschaffen die Hauptaufgabe der einzelnen Wirtschaftsgruppen der RWK nicht zu verwechseln.
00:22:16: Die Hauptaufgabe bestand darin, die Kommunikation zwischen den Betrieben und dem Reichswirtschaftsministerium zu kanalisieren.
00:22:24: Diese Kommunikion funktionierte so – Erlasse des Ministeriums gingen an die Geschäftszürer der jeweiligen Wirtschaftsgruppen.
00:22:34: Die leiteten diese Anordnungen an diese betreffenden Betriebe weiter.
00:22:40: Umgekehrt schickten Unternehmer Informationen, Vorschläge und natürlich auch Beschwerden an die für sie zuständigen Wirtschaftsgruppen.
00:22:48: Und die leiteten Sie dann – falls opportun – an das Reichswirtschaftsministerium.
00:22:54: Außerdem veröffentlichten die Wirtschafts-Gruppen Empfehlungen und Richtlinien, die den Arbeits- und Produktionsprozess im Sinne der politischen Ziele optimieren sollten.
00:23:04: Regelmäßige Berichte der Unternehmen an die Wirtschaftsgruppen ermöglichte, dann den Reichswirtschaftskammer ein ausgefeiltes Statistiksystem aufzubauen.
00:23:14: Durch die Einführung von einheitlichen Vorlagen für die Buchhaltung wurden diese Daten dann ab neunzehntundhundertsechs und dreißig auch noch standardisiert.
00:23:24: Das neue System war im Kern gleichzusetzen mit der Abschaffung der eingespielten Kollektiven, Interessensvertretungen von Industriehandel usw.. Aus der Perspektive der einzelnen Unternehmer war das eine große Herausforderung, mit der umzugehen sie erst noch lernen mussten.
00:23:42: Und das möglichst schnell denn die Lernkurve war ja steil und die Konkurrenz um die besten Plätze im Orchester war groß.
00:23:51: Genau diese Verschiebung von der kollektiven zur individuellen Ebene erklärt warum eine Mitgliedschaft in der NSDAP für viele Manager plötzlich attraktiv wurde.
00:24:03: Wenn ich nicht mehr über den Verband Druck aufbauen kann, dann suche ich Einfluss über persönliche Verbindungen über mein Netzwerk und dieses Netzwerk musste schleunigst um Kontakte in der Partei erweitert werden.
00:24:16: Die Parteimitgliedschaft war quasi wie Schmieröl das Türen weniger knarzen lässt.
00:24:24: Um das analytisch greifbar zu machen hilft es sich die Mitglieder der deutschen Wirtschaftselite aus vier unterschiedlichen Perspektiven anzuschauen.
00:24:33: Erstens, welche Interessen verfolgten die einzelnen Unternehmer?
00:24:38: Damit ist zum einen das kapitalistische Interesse am Profitmaximierung und Expansion gemeint.
00:24:44: Zum anderen aber auch das soziale Interesse den eigenen privilegierten Status als Elite zu festigen oder sogar auszubauen – und natürlich auch für die nachfolgenden Generationen die Kinder und Enkel abzusichern!
00:24:59: Diese Soziökonomische Interessenlage, hatte das Regime ja auch im Februar der Dreißig adressiert und zwar mit der Botschaft es wird keine verrückten Experimente geben.
00:25:12: Das neue Arbeitsrecht und die Einführung des Führerprinzips vierunddreißig hatten dann die gleiche Stoßrichtung.
00:25:19: Zweitens spielten aber natürlich auch die Gesinnungen der Unternehmer eine Rolle.
00:25:24: Wie die meisten Unternehmertickten – das habe ich hervorhin schon kurz erklärt Hausvater denken, Skepsis gegenüber dem Parlamentarismus, Anti-Marxismus usw.
00:25:34: Gesinnungen lassen sich in der Regel nur indirekt erschließen Was wir aber beobachten können.
00:25:40: das ist drittens Das konkrete Verhalten der Unternehmer im Betrieb In den Wirtschaftsgruppen oder in Kommission und Ausschüssen In ihren Netzwerken Oder gegenüber der eigenen Belegschaft.
00:25:53: Verhalten ist aber auch ein bisschen mehr d.h.
00:25:55: auch z.B schriftliche Äußerung dass nur am Rande bemerkt.
00:25:59: Ein entscheidender Datenpunkt für das Verhalten war dann der Eintritt in die NSDAP unter diesen oder jenen Umständen, besonders früh in den zwölf Jahren Nazi-Herrschaft und aber besonders spät.
00:26:12: Und damit sind wir viertens bei dem Motiven der Unternehmer für die Kooperation mit dem Regime und für den Eintritt in die Partei.
00:26:20: Motive sind buchstäblich Beweggründe – Für diejenigen unter euch mit Latino Mowere sich bewegen!
00:26:26: Was die Unternehmer bewegte, war sehr unterschiedlich – lässt sich aber grob in drei Kategorien erfassen.
00:26:33: Ökonomischer Opportunismus, familiäre Bindungen, politische bzw.
00:26:38: ideologische Überzeugungen.
00:26:41: Im Idealfall ergibt sich aus den jeweils konkreten Interessen, Gesinnungen und Motiven ein stimmiges Bild Und das Verhalten bestätigt dieses Bild.
00:26:51: In der Praxis war es aber selten so einfach.
00:26:54: Jemand konnte aus reinen opportunistischen Motiven der NSDAP beitreten, ohne je ein Überzeugter Nazi gewesen zu sein.
00:27:01: Ein anderer konnte der NSDRP aus Opportunismus beitreiten und dann zum überzeugten Nazi werden.
00:27:08: Und ein Dritter hatte vielleicht nie einen Parteibuch und war trotzdem tief in die Strukturen des Regimes eingebunden – Aus Überzeugung, aus Kalkül oder aus Beidem!
00:27:21: Genau das erwies sich nachträglich als ein Geschenk für die Wirtschaftselite Dennach, in den Chefetagen bald ein Rechtfertigungs-Narrativ die Runde – dass wir so ähnlich schon einige Male gehört haben.
00:27:36: Es lautete ungefähr so … Weil das NS-Regime eine Diktatur war und mit Zwang operierte, lässt sich aus dem Verhalten eines Unternehmers nicht zuverlässig auf seine innere Überzeugung schließen… also Verhalten ungleich Gesinnung!
00:27:51: Man hat mitgemacht, aber innerlich war man natürlich dagegen.
00:27:55: Das Herz war sauber – die Umstände waren es
00:27:57: nicht.".
00:27:59: Hans Günther Sol während des Krieges Vorstandsmitglied der Vereinigten Stahlwerke und später Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie hatte dieses Argument in einem Radio-Interview exemplarisch vorgeführt.
00:28:14: Gefragt nach seinem Eintritt in die NSDAP im Mai, Es gehen viele der heutigen Wissenschaftler oder Schriftsteller oder Medien davon aus, dass die Leute, die neunzehnhundertdreisig Parteimitglieder wurden – oder nicht wurden.
00:28:30: Dass sie also vorausgesehen haben… Die Aufrüstung den Krieg, die Judenverfolgungen und und und ….
00:28:36: Das war nicht der Fall!
00:28:38: Neunzehundert-drei-neißig hatten wir ein marodes weimarer System das wirtschaftlich am Ende war….
00:28:43: Und wir hatten Leute die sich hinstellten und behaupteten Sie könnten es besser machen.
00:28:48: Dafür muss man doch Verständnis
00:28:49: haben.".
00:28:51: Diese Argumentation kennt man, sie ist reichlich abgegriffen meiner Meinung nach.
00:28:56: Wirklich interessant wurde es in dem Interview von Er wurde nie Mitglied der NSDAP, war aber bis zu seinem Tod, eine Schlüsselfigur der braunen Wirtschaftselite.
00:29:29: Trotzdem sagte Hans Günther Sohle bei Vöglah in dem erwähnten Interview – Albert Vögler war mit Sicherheit überhaupt kein Nationalsozialist!
00:29:37: Überhaupt nicht, eher das Gegenteil.
00:29:39: Albert Vögler war ein Mann, der das schwere Schiff der Vereinigten Stahlwerke durch das Nazi-Regime geführt hat Und das war sicherlich eine schwierige Aufgabe, und natürlich konnte er dabei nicht als Gegner des Nazi-Regimes auftreten.
00:29:53: Aber er war ganz bestimmt im Innersten seines Herzens kein Nationalsozialist – ich habe ihn sehr gut gekannt!
00:30:01: Man beachte die Konstruktion.
00:30:03: Nicht Vögler hat das und das getan … und das war falsch… sondern was Vöglar der Unternehmer getan hat, sagt nichts über Vögla dem Menschen.
00:30:14: Der Zwang des Regimes trennt Verhalten und Gesinnung.
00:30:17: Und wer war Zeuge der wahren Gesinnungen?
00:30:20: Hans Günther Sol, der Vögler eben sehr gut gekannt hat!
00:30:23: Die echten Nazis das waren Hitler, Himmler, Göring-Göbbels – wir waren doch keine Nazis sondern Opfer der Umstände.
00:30:32: Wie gesagt diese Haltung war kein Einzelfall.
00:30:35: sie war nach nineteenhundertfünfundvierzig so verbreitet wie Honnissen im August.
00:30:40: Und ja die Gemengelager aus Interessen, Gesinnungen, Motiven und Verhalten – die war oft unübersichtlich tatsächlich in nicht wenigen Fällen bis heute.
00:30:49: Wir können den Menschen ja nicht in den Kopf gucken aber wir können sie uns mal genauer anschauen.
00:30:55: Zum Abschluss noch kurz zu zwei Begriffen, die ich heute oft benutzt habe.
00:31:00: Wirtschaftselite das klingt nach Klassenkampf oder Verschwörungstheorie je nachdem wie man fragt.
00:31:06: Ich meine damit etwas sehr Präzises, nämlich die Vorstände und Aufsichtsräte der größten deutschen Konzerne, die besonders dicht vernetzt waren.
00:31:14: Miteinander aber eben auch mit der Politik.
00:31:17: Genau diese Gruppe haben wir heute
00:31:18: betrachtet.".
00:31:20: Deshalb war auch das generische Maskulinum bei Unternehmer kein Versehen sondern Absicht!
00:31:26: Frauen gab es in der deutschen Unternehmerschaft durchaus – knapp siebzehn Prozent aller selbstständig wirtschaftenden Waren – In der Wirtschaftsilite aber in den Chefetagen der Großkonzerne spielten sie fast keine Rolle.
00:31:41: Aber wirklich auch nur FAST!
00:31:43: Das werdet ihr in der nächsten Folge schon genauer hören, denn dann geht es um die Menschen hinter diesen Begriffen – Menschen mit Biografien, Entscheidungen und Karrieren.
00:31:55: Mein Name ist Jonas Steffern und das war Folge thirty-fünfvierzehn von Deutschland thirty-dreisig fünfund vierzig.
00:32:02: Diese Woche war ein echt wilder Ritt für alle die die Folger aktuell hören.
00:32:06: Ihr werdet merken, ach die ist erst am Dienstagabend rausgekommen.
00:32:10: Ja genau weil ich letzte Woche auf die tolle Idee gekommen bin ein neues Recherche und Ex-Appier System aufzusetzen das mir langfristig sehr viel Arbeit ersparen soll.
00:32:20: Dummerweise hat es mir bei der Einrichtung keine Arbeit erspart und deswegen hingte ich mit dem Skript etwas zurück.
00:32:26: aber ich persönlich finde die Folge ist ziemlich gut geworden.
00:32:30: Ich habe echt viel Material gewälzt.
00:32:33: Also von daher, wenn ihr das auch so seht wäre ich super dankbar.
00:32:37: Wenn ihr die Folge bewertet den ganzen Podcast mit fünf Sternen natürlich am liebsten bei den üblichen Podcast-Plattformen verseht vielleicht einen kurzen Kommentar unter diese Folge und bei der Bewertung abgibt macht es gerne.
00:32:49: jetzt drückt auf Pause macht er das eben freue ich mich finde ich super erhöhte Reichweite und führt dazu dass mehr Menschen diesen podcast hören dürfen.
00:32:59: So und jetzt vom Call to Action direkt zur Kühe.
00:33:02: Ich bedanke mich riesig bei Heiko für die PayPal Spende in der letzten Zeit, danke schön!
00:33:09: Und ich begrüße den Chris Neu auf Patreon.
00:33:12: Herzlichen Dank an das Team der ProduzentInnen, die mich jeden Monat mit fünfzehn Euro auf Patreon unterstützen.
00:33:18: Das könntet ihr auch.
00:33:19: wenn ihr das möchtet würde ich mich freuen.
00:33:22: Also Grüße gehen raus an Danny Thorsten, Annika Korra Lukas, Andriy Götz, Valentina.
00:33:40: So, in zwei Wochen gibt's die nächste Folge.
00:33:42: Nächste Woche bin ich nämlich erstmal auf einer fünf-, sechs-, fünftigen Reise nach Finnland.
00:33:48: Da ist eine Konferenz an der ich teilnehme und ja, ich auf Instagram.
00:33:52: könnt ihr euch da mal Fotos angucken vielleicht in ein oder anderen... Videoclip, ich schau mal was ich so hinkriege.
00:34:00: Ich war noch nie da und bin gespannt aber wie gesagt zwei Wochen neufolge, thirty-fünfzehn zu den Unternehmerinnen und Unternehmen bis dahin.
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